Hallo zusammen,
auch ich möchte einen Thread eröffnen mit einem Titel, der hier schon mehrfach auftaucht: Bin neu hier.
Ich bin 49 Jahre alt, wohne im Raum Mannheim-Heidelberg-Ludwigshafen (Rhein-Neckar-Raum oder auch Rhein-Neckar-Dreieck) und bin sog. "zugewieser Beamter" zur DB Regio AG. Seit 2003 wurde bei mir eine mittelgradige Schwerhörigkeit auf dem rechten Ohr diagnostiziert, die sich mittlerweile zu einer hochgradigen verschlechtert hat und zwar derart, dass mein bisheriges Hörgerät - ein Hanseaton - keine Töne mehr hörbar machen kann. Zur Zeit teste ich wieder Hörgeräte aus. Vor drei Jahren hatte ich auch auf dem linken Ohr einen leichten Hörsturz, der sich aber weitestgehend wieder von selbst "repariert" hat, ansonsten höre ich links sehr gut und kann somit sehr viel kompensieren.
Kurz zu meiner Hörschädigungsgeschichte:
Im Dezember 2002 suchte ich einen HNO wegen beidseitigem Tinnitus auf. Der Hörtest ergab allerdings, dass für beide Ohren ein für mein Alter normales Hören diagnostiziert wurde. Gegen den Tinnitus bekam ich ein Gingko-Präparat. Während des Jahres 2003 verschlechterte sich mein rechtes Ohr, OHNE dass ich es großartig bemerkt hätte. Da ich zumeist mit dem rechten Ohr telefonierte war ich Anfangs der Überzeugung, die Telefone wären defekt oder habe entsprechende Apparate einfach lauter gedreht. Nur durch Zufall bemerkte ich, dass es nicht die Technik war sondern das Ohr, als einmal den Hörer an das linke Ohr hielt, wo alles lauter, klarer und deutlicher war. Als ich es bemerkte, suchte ich umgehend einen HNO auf, der bemerkte, es wäre schon zu spät, man könne nur noch versuchen, ob etwas zu retten ist. Infusionen wollte er mir keine mehr geben, sondern verschrieb mir Trental.
In der ersten Hälfte des Jahres 2004 verschlechterte sich mein rechtes Ohr abermals und diesmal bekam ich 7 Infusionen in einer Woche. Vorgesehen waren 10 aber da sich keine Besserung einstellte wurde die Infusionsverabreichung abgebrochen. Im August 2004 hat mir dann der Betriebsarzt verboten, meinen Dienst auf einem Stellwerk weiter auszüben und verboten, Gleise zu überschreiten, bis ich mir ein passendes Hörgerät verabreichen lasse. Ich entschied mich für ein Hanseaton (genaue Typbezeichnung weiß ich nicht mehr) mit dem ich dann recht gut wieder hörte. Allerdings habe ich das Hörgerät nicht immer eingestöpselt, da es mich zuweilen störte.
Seit Anfang letzten Jahres bemerkte ich, dass das Hörgerät kaum noch laut genug ist und ich habe es noch einmal justieren lassen. Nun war es wieder etwas lauter, nur hat es auch unheimlich rück gekoppelt, was ich selbst nicht hörte, sondern andere Leute mir sagten. Im Juli wurde mir eine neue Hörgeräteverordnung ausgestellt und bin nun wieder am Testen, aber mit nicht zufriedenstellenden Erfolg. Hörgeräte immer zu leise und zum Teil einen sog. "Drumbeat-Effekt" (Übersteuerung) wenn grelle Töne über das Hörgerät ins Ohr gelangen oder bestimmte Silben gesprochen werden. Allerdings führe ich den Übersteuerungs-Effekt nicht auf die Hörgeräte sondern auf die Hörschädigung zurück, da dieser Effekt auch eintritt, wenn ich über Kopfhörer Musik oder Sprache ans Ohr führe.
Seit meiner Hörschädigung setze ich mich auch mit Veröffentlichungen aus dem Internet und speziell von der deutschen Tinnitus-Liga auseinander. Und wenn man eine Hörschädigung hat, kommt man auch nicht umhin, sich mit einem gewissen Dr. Wilden und seiner Low-Level-Therapie zu befassen. Entgegen der Tinnitus-Liga und den HNOs, die ich aufgesucht habe, ist Wilden nicht der Auffassung, dass Hörgeräte ständig getragen werden sollten, da auch Hörgeräte Schallverstärker seien, die auf Dauer das Ohr noch mehr schädigen. Andererseits behauptet die Schulmedizin, dass man Hörgeräte so oft wie möglich benutzen soll, damit das Ohr das Hören nicht gänzlich "verlernt".
Hier bin ich doch etwas verunsichert, denn beides - die Meinung der Tinnitus-Liga und der von mir aufgesuchten HNOs einerseits, sowie die Meinung von Dr. Wilden andererseits sind nicht unplausibel.
Hier mache ich mal einen Strich
Liebe Grüße
Bin neu hier
Re: Bin neu hier
Hallo Norbi61,
es kann auch sein, dass der Kopfhörer (oder der Verstärker respektive beide) an die Leistungsgrenze gelangen und die Verzerrung erzeugen.
DassHGs das Gehör weiter schädigen können, ist aus den verschiedensten Gründen eine Tatsache. Ich bin überzeugt, dass man das HG 1. nicht jeden Tag und 2. dann auch nicht die ganze Zeit tragen muss, um das Gehör mit ausreichend Reizen zu versorgen. Eine Rückentwicklung der Hörbahnen auf Grund mangelnden Inputs ist für mich sehr unwahrscheinlich, so lange man ein vernünftig eingestelltes HG regelmässig trägt.
Ich gehe davon aus, dass viele HNOs nicht der Meinung sind, dass einHG das Gehör nicht schädigen könne, sondern, dass dessen Nutzen im Allgemeinen grösser ist als den Schaden, den es anrichten kann. Sollte ersteres für einen HNO nicht zutreffen, frage ich mich, wie eine derartige Inkompetenz möglich ist (mit dem heutigen Wissen und einigen logischen Folgerungen kann man nur zu einem Schluss gelangen). Oder dann ist es so, dass gewisse Tatsachen verschwiegen werden, damit HGs eher akzeptiert werden (wenn man bei jedem Medikament jede mögliche Nebenwirkung aufzählen würde, würde es wahrscheinlich auch von vielen Patienten nicht eingenomen werden, obwohl es dringend notwendig ist).
Gruss fast-foot
es kann auch sein, dass der Kopfhörer (oder der Verstärker respektive beide) an die Leistungsgrenze gelangen und die Verzerrung erzeugen.
Dass
Ich gehe davon aus, dass viele HNOs nicht der Meinung sind, dass ein
Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Re: Bin neu hier
Hallo Norbi61 und fast-foot,
die Theorie, dass das dauerhafte Tragen vonHGs das Ohr weiter beschädigen, kann ich nicht bestätigen. Meine Hörschwäche bleibt konstant, wird nicht schlechter, nicht besser. Der vor kurzem gemachte Hörtest ergab das gleiche Ergebnis wie vor 6 Jahren und ich trage meine Hörgeräte jeden Tag vom Aufstehen bis zum Zu Bett gehen. Vielleicht ist dies aber auch von Ohr zu Ohr unterschiedlich?
Viele Grüße
die Theorie, dass das dauerhafte Tragen von
Viele Grüße
Re: Bin neu hier
Natürlich ist das von Ohr zu Ohr unterschiedlich. Nur, weil es hundert Jahre alte Menschen gibt, die ihr ganzes Leben lang Ketten geraucht haben (oder meinetwegen auch Zigaretten, Zigarren etc.), die im Alter von hundert Jahren völlig gesund sind, würde auch kein vernünftiger Mensch behaupten, rauchen könne nicht schädlich sein.
Gruss fast-foot
Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Re: Bin neu hier
Hallo an Alle,
ich denke, der wichtigste Aspekt an der Frage, ob das Tragen von Hörgeräten das Hörvermögen negativ beeinflusst, ist nicht OB es das tun KÖNNTE, sondern ob das in einer normalen Einstellung, wie sie von einem Akustiker gemacht wird, passiert.
Wenn man sich nur die maximal möglichen Ausgangspegel anguckt, die ein Hörgerät liefert (nach Norm vorgeschrieben, diese Messungen zu machen), wird wohl jedem klar sein, dass ein Hörgerät Ausgangsschalldruckpegel erreicht, die schädlich sind. Leider hat die Einstellung, die bei diesen Normmessungen gemacht wird, nichts mit realen Einstellungen zu tun und demzufolge kann man keine Aussage darüber machen, ob die normale, kundengerechte Einstellung eines Akustikers schädlich ist.
Auch sollte man bedenken, dass die meisten Hörgeräte eine automatische Schallbegrenzungskontrolle haben (Bei den heutigen Hörgeräten ermöglicht diese sogar besseres Sprachverständnis bei höheren Pegeln als bei den alten analogen Hörgeräten, die zu laute Pegel einfach "abgeschnitten" haben) und es deswegen nur bestimmte Geräusche (z.B. leises Geräusch im Hintergrund und ganz plötzlicher lauter Knall
) überhaupt schaffen kurzzeitig gefährlich stark verstärkt zu werden.
Ebenfalls interessant ist sicherlich auch die Frage ob laute, aber positiv bewertete Geräusche, wie Musik, auch reproduzierbar Hörschädigung hervorrufen?
Und wie hängt die persönliche Lautheitseinstufung eines Geräusches mit sich verschlechternder Hörkurve zusammen?
Vllt. etwas unverständlich ausgedrückt, deswegen nochmals ausformuliert:
Stark schwerhoerige Menschen, haben eine andere Lautheitswahrnehmung als normalhörige. Wenn diese nun durch ein Hörgerät alle Geräusche so verstärkt bekommen, dass sie in ihre Lautheitswahrnehmung perfekt hineinpassen. Laute Geräusche werden also auch als Laut eingestuft, leise als leise, mittlere als mittellaut. Jetzt die Frage: Kommt eine zunehmende Hörverschlechterung von allen Eingangspegeln (=Hörschädigung durch generell zu grosse Ausgangspegel) oder nur von den als sehr laut/laut eingestuften Pegeln oder nur von den als "nervig, störend" eingestuften Geräuschen?
ich denke, der wichtigste Aspekt an der Frage, ob das Tragen von Hörgeräten das Hörvermögen negativ beeinflusst, ist nicht OB es das tun KÖNNTE, sondern ob das in einer normalen Einstellung, wie sie von einem Akustiker gemacht wird, passiert.
Wenn man sich nur die maximal möglichen Ausgangspegel anguckt, die ein Hörgerät liefert (nach Norm vorgeschrieben, diese Messungen zu machen), wird wohl jedem klar sein, dass ein Hörgerät Ausgangsschalldruckpegel erreicht, die schädlich sind. Leider hat die Einstellung, die bei diesen Normmessungen gemacht wird, nichts mit realen Einstellungen zu tun und demzufolge kann man keine Aussage darüber machen, ob die normale, kundengerechte Einstellung eines Akustikers schädlich ist.
Auch sollte man bedenken, dass die meisten Hörgeräte eine automatische Schallbegrenzungskontrolle haben (Bei den heutigen Hörgeräten ermöglicht diese sogar besseres Sprachverständnis bei höheren Pegeln als bei den alten analogen Hörgeräten, die zu laute Pegel einfach "abgeschnitten" haben) und es deswegen nur bestimmte Geräusche (z.B. leises Geräusch im Hintergrund und ganz plötzlicher lauter Knall
Ebenfalls interessant ist sicherlich auch die Frage ob laute, aber positiv bewertete Geräusche, wie Musik, auch reproduzierbar Hörschädigung hervorrufen?
Und wie hängt die persönliche Lautheitseinstufung eines Geräusches mit sich verschlechternder Hörkurve zusammen?
Vllt. etwas unverständlich ausgedrückt, deswegen nochmals ausformuliert:
Stark schwerhoerige Menschen, haben eine andere Lautheitswahrnehmung als normalhörige. Wenn diese nun durch ein Hörgerät alle Geräusche so verstärkt bekommen, dass sie in ihre Lautheitswahrnehmung perfekt hineinpassen. Laute Geräusche werden also auch als Laut eingestuft, leise als leise, mittlere als mittellaut. Jetzt die Frage: Kommt eine zunehmende Hörverschlechterung von allen Eingangspegeln (=Hörschädigung durch generell zu grosse Ausgangspegel) oder nur von den als sehr laut/laut eingestuften Pegeln oder nur von den als "nervig, störend" eingestuften Geräuschen?
Re: Bin neu hier
Ich halte fest: Hörgeräte werden nach den ucls eingestellt (der Pegel wird bei jeder Frequenz bei der dortigen ucl (früher Unbehaglichkeitsschwelle) begrenzt, meist noch 15 dB darüber.
Das würde bedeuten, dass Geräusche (oder Töne), welche man als angenehm empfindet, nicht schaden können. Wenn dem so wäre, gäbe es keine (oder zumindest deutlich weniger) Hörschädigungen durch zu laut eingestellte MP3-Player, nur als Beispiel.
Ein Dauerpegel von 85 dBA (8 Std/Tag) gilt für das Gehör als unbedenklich. Heute ist jedoch bekannt, das nicht einmal dies für jedes Ohr zutrifft. So können gewisse Ohren schon bei deutlich geringeren Pegeln dauerhaft Schaden nehmen. Bei einem vulnerablen Innenohr kann bei gewissen Frequenzen gar der unbewertete Pegel massgebend sein (Beispiel: In einem ruhigen Auto (70 dBA) kann der bis über 110 dB (F) betragen). Nun ist es sicher nicht abwegig, davon auszugehen, dass bei jemandem mit Gehörproblemen dessen Ohren vulnerabel sein können (speziell anfällig auf eine (weitere) Schädigung). In einem solchen Fall nützt es dann wenig, wenn die Spitzen begrenzt werden, da die schädlichen Pegel weit früher auftreten und wegen der erforderlichen Kompression dauerhaft vorhanden sein können.
Aber auch bei einem normal empfindlichen Gehör wird zumindest jener Teil verstärkt, welcher für eine Schädigung durch lang anhaltende Dauerschallpegel verantwortlich ist (z.B. LKW-Fahrer, lärmiger Arbeitsplatz allgemein, laute Freizeitgeräuschkulisse (Clubs, Bars, Motorrad und ev. Auto fahren, Fussballstadion etc.) oder auch das Wohnen an einer verkehrsreichen Strasse usw. Für viele Menschen dürften die Dauerschallpegel auch ohneHGs zu hoch sein, nicht nur gewisse Spitzen. Diese langfristig vorhandenen Pegel dürfen pro Tag eine gewisse Dosis nicht überschreiten, ohne das Gehör zu gefährden (eben (je nachdem sogar) weniger als 85 dBA während 8 Std/Tag). Bei einer Hörgeräteversorgung ist diese Dosis sicher höher als ohne, da ja, wie oben bereits erwähnt, komprimiert wird und die Pegel abgesehen von kurzen Spitzen sicher permanent angehoben werden, sonst würde ja das HG nichts nützen. Die Begrenzung ist aber so hoch angestzt, dass die Dauerschallpegel viel zu hoch sind und für das Ohr gefährlich werden können.
Vielfach tritt allerdings mit einer Gehörschädigung auch eine gewisse "Schädigungssättigung" ein, das Gehör kann für weitere Lärmschädigungen unanfällig werden. In diesem Fall kann es dann sein, dass dasHG weniger oder auch keinen Schaden mehr anrichten kann (je nachdem bis zu gewissen Pegeln).
Natürlich muss man auch den Nutzen sehen, auf den ich hier jedoch nicht eingehen möchte (ist auch wieder ein Kapitel für sich).
Zusammenfassend ist zu sagen, dass man auf Grund des Wissens über die Schädigung des Gehörs durch Lärm davon ausgehen muss, ein Hörgerät das INNENOHR ganz sicher weiter schädigen KANN (auch ein noch so "gut eingestelltes"). Das MUSS jedoch nicht der Fall sein, da jedes Ohr anders reagiert (genetische, anatomische Voraussetzungen, erlittene Schädigungen, Krankheiten, Lärmbelastungen etc.). Zudem muss man die mögliche Schädigung gegnüber dem erzielbaren Nutzen abwägen.
Gruss fast-foot
Das würde bedeuten, dass Geräusche (oder Töne), welche man als angenehm empfindet, nicht schaden können. Wenn dem so wäre, gäbe es keine (oder zumindest deutlich weniger) Hörschädigungen durch zu laut eingestellte MP3-Player, nur als Beispiel.
Ein Dauerpegel von 85 dBA (8 Std/Tag) gilt für das Gehör als unbedenklich. Heute ist jedoch bekannt, das nicht einmal dies für jedes Ohr zutrifft. So können gewisse Ohren schon bei deutlich geringeren Pegeln dauerhaft Schaden nehmen. Bei einem vulnerablen Innenohr kann bei gewissen Frequenzen gar der unbewertete Pegel massgebend sein (Beispiel: In einem ruhigen Auto (70 dBA) kann der bis über 110 dB (F) betragen). Nun ist es sicher nicht abwegig, davon auszugehen, dass bei jemandem mit Gehörproblemen dessen Ohren vulnerabel sein können (speziell anfällig auf eine (weitere) Schädigung). In einem solchen Fall nützt es dann wenig, wenn die Spitzen begrenzt werden, da die schädlichen Pegel weit früher auftreten und wegen der erforderlichen Kompression dauerhaft vorhanden sein können.
Aber auch bei einem normal empfindlichen Gehör wird zumindest jener Teil verstärkt, welcher für eine Schädigung durch lang anhaltende Dauerschallpegel verantwortlich ist (z.B. LKW-Fahrer, lärmiger Arbeitsplatz allgemein, laute Freizeitgeräuschkulisse (Clubs, Bars, Motorrad und ev. Auto fahren, Fussballstadion etc.) oder auch das Wohnen an einer verkehrsreichen Strasse usw. Für viele Menschen dürften die Dauerschallpegel auch ohne
Vielfach tritt allerdings mit einer Gehörschädigung auch eine gewisse "Schädigungssättigung" ein, das Gehör kann für weitere Lärmschädigungen unanfällig werden. In diesem Fall kann es dann sein, dass das
Natürlich muss man auch den Nutzen sehen, auf den ich hier jedoch nicht eingehen möchte (ist auch wieder ein Kapitel für sich).
Zusammenfassend ist zu sagen, dass man auf Grund des Wissens über die Schädigung des Gehörs durch Lärm davon ausgehen muss, ein Hörgerät das INNENOHR ganz sicher weiter schädigen KANN (auch ein noch so "gut eingestelltes"). Das MUSS jedoch nicht der Fall sein, da jedes Ohr anders reagiert (genetische, anatomische Voraussetzungen, erlittene Schädigungen, Krankheiten, Lärmbelastungen etc.). Zudem muss man die mögliche Schädigung gegnüber dem erzielbaren Nutzen abwägen.
Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Re: Bin neu hier
Hallo zusammen,
erstmal Entschuldigung, dass ich nicht immer sofort auf Beiträge eingehe, aber mein Schichtdienst und meine Verfassung danach lässt nicht immer zu, dass ich immerwährend im Forum bin. Also kann's manchmal bei mir dauern.
danke für Deine Antwort. Ich höre zwar öfters über Kopfhörer Musik aber nicht übermässig laut. Allerdings richte ich die Justierung des Kopfhörers natürlich nach meinem guten Ohr aus. Töne, die ich mit diesem Ohr als "normal" und nicht als überdreht wahrnehme können sich auf dem schlechten Ohr durchaus übersteuert oder "verknistert" anhören. Allerdings hören sich die Töne auf meinem qualitativ guten Kopfhörer der Stereo-Anlage weitaus besser und angenehmer an, als auf dem Kopfhörer, den ich für den PC benutze. Das ist schon richtig.
Ich hoffe, Dr. Wilden ist hier ein Begriff und ich selbst weiß nicht, wie ich mich ihm gegenüber positionieren soll oder ob ich mich einmal einer sog. "Low-Level-Therapie" unterziehen soll.
HG erst verschrieben, als der Betriebsarzt (kein HNO) von mir das Tragen eines HGs gefordert hat, ansonsten ich von meinem Dienstposten entfernt worden wäre. Ich kann mit meinem guten Ohr soviel kompensieren, dass man mir meine rechtsohrige Schwerhörigkeit kaum anmerkt. Allerdings habe ich Probleme mit dem Richtungshören, was aber auch durch das Tragen des HGs nicht besser wurde. Der Akkustiker meinte deswegen, dass ich auch auf dem guten Ohr - das nur einwenig hochtonschwach ist - ein HG tragen sollte, damit das Richtungshören besser würde. Hätte der Bahn-Betriebsarzt kein HG gefordert, hätte ich mit Sicherheit bis heute noch keines.
Ausserdem habe ich meinHG kaum getragen, sondern nur im Dienst und dort dann nur, wenn sich ein Vorgesetzter meinem Stellwerk genähert hat und ich es schnell eingstöpselt habe. Da sich mein rechtes Ohr noch mehr verschlechtert hat, kann das nicht auf das HG und dessen Lauteinstellung zurückzuführen sein. Ständiges HG-Tragen empfinde ich als lästig.
Liebe Grüße
erstmal Entschuldigung, dass ich nicht immer sofort auf Beiträge eingehe, aber mein Schichtdienst und meine Verfassung danach lässt nicht immer zu, dass ich immerwährend im Forum bin. Also kann's manchmal bei mir dauern.
Hallo fast-foot,fast-foot hat geschrieben:Hallo Norbi61,
es kann auch sein, dass der Kopfhörer (oder der Verstärker respektive beide) an die Leistungsgrenze gelangen und die Verzerrung erzeugen.
danke für Deine Antwort. Ich höre zwar öfters über Kopfhörer Musik aber nicht übermässig laut. Allerdings richte ich die Justierung des Kopfhörers natürlich nach meinem guten Ohr aus. Töne, die ich mit diesem Ohr als "normal" und nicht als überdreht wahrnehme können sich auf dem schlechten Ohr durchaus übersteuert oder "verknistert" anhören. Allerdings hören sich die Töne auf meinem qualitativ guten Kopfhörer der Stereo-Anlage weitaus besser und angenehmer an, als auf dem Kopfhörer, den ich für den PC benutze. Das ist schon richtig.
Wenn man Hörschädigungen hat, dann bleibt es nicht aus, dass man verschiedene Literatur sich "reinzieht" oder auch das Web durchforstet. Allerdings habe ich immer den Eindruck, dass schulmedizinische Ratgeber oder Seiten von Ärzten bzw. Organisationen und Selbsthilfegruppen eindeutig Pro-Hörgerät sind und empfehlen, diese so oft wie möglich zu gebrauchen, auch auf den Hinblick, dass das geschädigte Ohr das "Hören nicht verlernt". Mein Eindruck kann auch falsch sein, aber so meine ich das nun mal festgestellt zu haben. Der einzige, der hörgerätskeptisch zu sein scheint ist besagter Dr. Wilden, der mir irgendwie wie ein "HNO-Rebell" vorkommt. Zwar habe ich festgestellt, dass viele schulmedizinische HNO-Seiten oder Verlautbarungen der DTL gegen Wildens Behauptungen halten - Wilden hat ja auch keine uneigenützigen Interessen -, dennoch halte ich persönlich seine Auffassungen zumindest nicht für unplausibel.fast-foot hat geschrieben: Dass HGs das Gehör weiter schädigen können, ist aus den verschiedensten Gründen eine Tatsache. Ich bin überzeugt, dass man das HG 1. nicht jeden Tag und 2. dann auch nicht die ganze Zeit tragen muss, um das Gehör mit ausreichend Reizen zu versorgen. Eine Rückentwicklung der Hörbahnen auf Grund mangelnden Inputs ist für mich sehr unwahrscheinlich, so lange man ein vernünftig eingestelltes HG regelmässig trägt.
Ich hoffe, Dr. Wilden ist hier ein Begriff und ich selbst weiß nicht, wie ich mich ihm gegenüber positionieren soll oder ob ich mich einmal einer sog. "Low-Level-Therapie" unterziehen soll.
Im Prinzip haben mich die HNOs bei denen ich war nicht über die Schädlichkeit/Unschädlichkeit von Hörgeräten aufgeklärt, sie haben es einfach verordnet. Allerdings wurde mir dasIch gehe davon aus, dass viele HNOs nicht der Meinung sind, dass ein HG das Gehör nicht schädigen könne, sondern, dass dessen Nutzen im Allgemeinen grösser ist als den Schaden, den es anrichten kann. Sollte ersteres für einen HNO nicht zutreffen, frage ich mich, wie eine derartige Inkompetenz möglich ist (mit dem heutigen Wissen und einigen logischen Folgerungen kann man nur zu einem Schluss gelangen). Oder dann ist es so, dass gewisse Tatsachen verschwiegen werden, damit HGs eher akzeptiert werden (wenn man bei jedem Medikament jede mögliche Nebenwirkung aufzählen würde, würde es wahrscheinlich auch von vielen Patienten nicht eingenomen werden, obwohl es dringend notwendig ist).
Ausserdem habe ich mein
Liebe Grüße
