"Verschlechterungsantrag"

Antworten
Pergachris
Beiträge: 63
Registriert: 16. Mai 2005, 19:08
20
Wohnort: Bocholt, NRW

"Verschlechterungsantrag"

#1

Beitrag von Pergachris »

Hallo,
nach unserem letzten Kliniktermin habe ich für unserer Tochter einen Änderungsantrag der Schwerbehinderung gestellt.
Einmal im Jahr lassen wir die Kinder in der Klinik untersuchen. Beim letzten Termin stellte sich wieder eine Verschlechterung heraus.
Nachdem nun einige Monate vergangen sind, bekamen wir heute ein Schreiben vom Versorgungsamt, dass wir persönlich mit unserer Tochter zum Versorgungsamt kommen sollen.

Meine Frage ist nun, ob wir den Aufwand in kauf nehmen müssen, oder ob wir auf die Untersuchungsergebnisse der Klinik verweisen können?

Wer kennt sich damit aus?

Gruß
Christoph (normalhörend) / Anja (hochgradig schwerhörig) mit Alina [1998], Yannick [2000] und Lisa [2002] (mittelgradig schwerhörig)
Momo
Beiträge: 5186
Registriert: 23. Jul 2002, 21:46
23
Wohnort: Niedersachsen

Re: "Verschlechterungsantrag"

#2

Beitrag von Momo »

Hallo
also ich würde da mal anrufen und fragen was das soll? Der Sachbearbeiter kann das ja wohl kaum beurteilen??? Ich würde auf die Gutachten verweisen. Oder wollen die dich zum Amtsarzt/ Gutachter schicken?

Gruß
Momo
Wiebke und Sohn (fast 21 Jahre) mit 1 HG und 1 CI
Andrea Heiker
Beiträge: 3024
Registriert: 10. Jul 2002, 11:39
23

Re: "Verschlechterungsantrag"

#3

Beitrag von Andrea Heiker »

Ich würde anrufen, und nachfragen warum. Und dann würde ich entscheiden, ob das sinnvoll ist.
seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig, im Alter von zwei Jahren mit zwei Hörgeräten versorgt, seit 2002 ein CI
Pergachris
Beiträge: 63
Registriert: 16. Mai 2005, 19:08
20
Wohnort: Bocholt, NRW

Re: "Verschlechterungsantrag"

#4

Beitrag von Pergachris »

Hallo,

im Schreiben steht, beim ärztlichen Dienst melden.

Gruß
Christoph (normalhörend) / Anja (hochgradig schwerhörig) mit Alina [1998], Yannick [2000] und Lisa [2002] (mittelgradig schwerhörig)
Petra
Beiträge: 306
Registriert: 4. Apr 2004, 18:01
21

Re: "Verschlechterungsantrag"

#5

Beitrag von Petra »

Hallo,

habt ihr die Untersuchungsergebnisse der Klinik nicht als Begründung für den Antrag beigelegt? Oder hab ich das jetzt falsch verstanden:rolleyes:? Wenn doch würde ich freundlich nachfragen, warum ihr denn dann zum med. Dienst sollt? Ich kenne das von hier, dass das gängige Praxis ist, wenn es "um was geht" - will heißen, die 50 % erreicht sind- dann stellen sie sich immer ein bisschen an ( wohlwollend formuliert)...

LG, Petra
Pergachris
Beiträge: 63
Registriert: 16. Mai 2005, 19:08
20
Wohnort: Bocholt, NRW

Re: "Verschlechterungsantrag"

#6

Beitrag von Pergachris »

Hallo,
unsere Tochter hat seit 2 Jahren einen Schwerbehindertenausweis mit 50%
Nach der letzten Untersuchung, bei der die Hörkurve sich nun wieder verschlechtert hatte, habe ich den Änderungsantrag gestellt und die Ergebnisse der letzten Untersuchung beigefügt.

In der Einladung zum ärztlichen dienst steht:

....in der vorbezeichneten Angelegenheit ist aus folgenden Gründen eine ärztliche Untersuchung erforderlich

Ja, aber vergeblich suche ich die Gründe. Da steht nix.
Bisher habe ich noch niemanden beim Versorgungsamt erreicht. Karneval ?

Gruß
Christoph (normalhörend) / Anja (hochgradig schwerhörig) mit Alina [1998], Yannick [2000] und Lisa [2002] (mittelgradig schwerhörig)
Karin
Beiträge: 1772
Registriert: 18. Okt 2002, 10:36
23
Wohnort: Schauenburg bei Kassel
Kontaktdaten:

Re: "Verschlechterungsantrag"

#7

Beitrag von Karin »

Ich würde hinschreiben und auf die Klinik und Berichte verweisen!

Die wollen doch nicht alle Untersuchungen noch mal machen?? (können die das ;-) ??)
Es kann natürlich sein, dass die dann erst recht blöd tun, aber fragen ist ja wohl erlaubt.
Telefonieren ist sicher sinnlos.
Lieben Gruß Karin

http://www.kestner.de/ - alles rund um die Gebärdensprache
Pergachris
Beiträge: 63
Registriert: 16. Mai 2005, 19:08
20
Wohnort: Bocholt, NRW

Re: "Verschlechterungsantrag"

#8

Beitrag von Pergachris »

Hallo,

ich habe jemanden vom ärztlichen Dienst telefonisch erreicht.
Die Unterlagen aus der Klinik sind nicht ausreichend.
Man möchte beim ärzlichen Dienst selber einen Hörtest machen.
Morgen ist der Termin, mal sehen, was dabei herauskommt?

Gruß
Christoph (normalhörend) / Anja (hochgradig schwerhörig) mit Alina [1998], Yannick [2000] und Lisa [2002] (mittelgradig schwerhörig)
Petra
Beiträge: 306
Registriert: 4. Apr 2004, 18:01
21

Re: "Verschlechterungsantrag"

#9

Beitrag von Petra »

Hallo,

na, da bin ich ja mal gespannt:rolleyes:, was denn der medizinische Dienst an Hörtests "bieten" kann...
Falls das Ergebnis ein erheblich anderes ist, als das von der Klinik, kannst du dagegen Widerspruch einlegen. Aber warte erst mal ab, vielleicht ist die Aufregung ganz umsonst.
In den FAQ steht wie man den GdB berechnet- da hast du sicher schon mal nachgerechnet,oder!?

Drück die Daumen-Petra
timtom

Re: "Verschlechterungsantrag"

#10

Beitrag von timtom »

Hallo,

lasst Euch bloß nichts morgen vom medizinischem Dienst gefallen. Meistens sitzen da ja sowieso nicht die besten Ärzte. Hab in meinem Unfeld einige Leute die da hin mussten, da wurden dann so unverschämte Dinge später in den Bericht reingeschrieben wie, Person ist anständig gekleidet und gewaschen.
Widerspruch einlegen geht übrigens! Nur für den Fall, das beruhigt ja vielleicht schon im vorraus.
Aber erstmal abwarten!
Birgit
Beiträge: 785
Registriert: 17. Jul 2002, 19:01
23
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: "Verschlechterungsantrag"

#11

Beitrag von Birgit »

Denk dran, dass der Hörtest OHNE Hg gemacht werden muss!
Nicht dass die auf die Idee kommen hier nen Fehler zu machen. Abe ich hätte erst mal keine Angst. Ein Pädaudiologische Gutachten ist allemal mehr wert. Also kannst Du im bedarfsfall allemal nen Widerspruch reinschreiben. Oftmals ist es auch so, dass der Arzt nicht darüber entscheidet, ob er einen Patient zu sehen kriegen muss sondern Sachbearbeiter, die viele Fälle alleine entscheiden. Weiß ich, weil bei uns das Problem war, dass alle Sachen von nem Sachbearbeiter entschieden wurden und nie ein Arzt zu Rate gezogen wurde, was auch manchmal absoluter Mist sein kann (besonders bei Fällen, die so nicht "vorgesehen" sind) So gings uns....also erstmal Geduld und sieh es von der Seite: OK, sollen die doch auch mal sehen, wie das mit nem Kind geht.....manchmal hilft es auch, wenn man sein Kind nur mitbringt.
tschüss
Birgit +
Christiane 5/86
Claudia 10/92, an Taubheit grenzend,fast blind und....
Cornelia 06/97
Pergachris
Beiträge: 63
Registriert: 16. Mai 2005, 19:08
20
Wohnort: Bocholt, NRW

Re: "Verschlechterungsantrag"

#12

Beitrag von Pergachris »

Hallo,

da ich mir aufgrund der Untersuchungsergebnisse der Klinik einen anderen Prozentsatz errechnet hatte, als unsere Tochter zur Zeit hat, habe ich ja den Verschlimmerungsantrag gestellt. Bei der Berechnung fließt ja nicht nur der Hörtest ein.

Gestern, war also unser Termin.
Wir haben das Gebäude um 11:00 betreten und um 11:15 wieder verlassen !
Dafür habe ich mir Urlaub genommen und bin 200 km gefahren.
Der Hörtest hat keine 5 min gedauert.

Na, da bin ich ja mal gespannt, was ich im nächsten Schreiben vom Versorgungsamt lesen kann?

Gruß

Christoph (normalhörend) / Anja (hochgradig schwerhörig) mit Alina [1998], Yannick [2000] und Lisa [2002] (mittelgradig schwerhörig)
Andrea Heiker
Beiträge: 3024
Registriert: 10. Jul 2002, 11:39
23

Re: "Verschlechterungsantrag"

#13

Beitrag von Andrea Heiker »

Das ist eine Frechheit! Ich würde mich beschweren. Hörtest kann jeder Arzt machen.
seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig, im Alter von zwei Jahren mit zwei Hörgeräten versorgt, seit 2002 ein CI
Petra
Beiträge: 306
Registriert: 4. Apr 2004, 18:01
21

Re: "Verschlechterungsantrag"

#14

Beitrag von Petra »

Hallo,

sehr,sehr ärgerlich...
Kenne ein paar ähnliche Fälle!Und ein paar ganz dreiste dazu- wo nicht mal alle Frequenzen gemessen wurden... ) Lass dir deshalb unbedingt die Akte kopieren und zuschicken, wenn es nicht so läuft, wie du es dir ausgerechnet hast!!! Bin sehr gespannt was dabei rauskommt- hälst du uns auf dem Laufenden?

LG,Petra
Pergachris
Beiträge: 63
Registriert: 16. Mai 2005, 19:08
20
Wohnort: Bocholt, NRW

Re: "Verschlechterungsantrag"

#15

Beitrag von Pergachris »

Hallo,

wir haben jetzt Antwort bekommen.

die Verschlechterung ist nicht so stark, dass dadurch eine höhere Einstufung gerechtfertigt ist.

Das werden wir jetzt mal so hinnehmen. Mal sehen, wie die nächste Routineuntersuchung im Winter ausfällt. Vielleicht stellen wir dann einen neuen Verschlechterungantrag. Nun haben wir ja ein wenig mehr Erfahrung damit.

Die Entscheidung hat aber lange gedauert.

Gruß
Christoph (normalhörend) / Anja (hochgradig schwerhörig) mit Alina [1998], Yannick [2000] und Lisa [2002] (mittelgradig schwerhörig)
Antworten