Freie Schulplätze im BBZ Stegen

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BBZ Stegen
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Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#1

Beitrag von BBZ Stegen »

Jetzt läuft die Anmeldung für das neue Schuljahr 2024/25. Es gibt noch freie Plätze in unserer 5. Klasse Gymnasium. Auch in der Oberstufe (4-jähriger Aufbauzug) haben wir noch freie Plätze ;) .
Ihre Kinder können von kleinen Klassen, der individuellen Betreuung durch Gymnasiallehrer*innen mit Qualifikation in Hörgeschädigtenpädagogik und der Möglichkeit der umgekehrten Inklusion profitieren.
Informieren Sie sich in unserer Beratungsstelle auch über die Möglichkeit einer Schulführung oder wenn gewünscht ist auch eine Hospitation möglich.
Gerne hilft Ihnen Frau Berz aus unserer Beratungsstelle weiter. Sie erreichen Frau Berz per eMail unter barbara.berz@sbbzint-steg.kv.bwl.de oder telefonisch unter 07661-399-130.
Wir freuen uns auf Ihren Anruf! :)
Weitere Infos finden Sie auch auf unserer Homepage: www.bbzstegen.de
cleo99
Beiträge: 81
Registriert: 27. Sep 2023, 10:37

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#2

Beitrag von cleo99 »

Was ist denn unter einer umgekehrten Inklusion zu verstehen?
Rancher
Beiträge: 345
Registriert: 27. Okt 2023, 12:07

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#3

Beitrag von Rancher »

125-250-500-1k-1,5k-2k-3k-4k-6k-8k-10k
R 50- 50- 50- 45- 45-40-45-55-60-60-60
L 70- 70- 70- 65- 65-65-65-65-60-60-60
Beidseitig Phonak Audéo Lumity 90-R
sanne
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5

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#4

Beitrag von sanne »

Umgekehrte Inklusion bedeutet, dass Schüler*innen ohne Hörschädigung in der Förderschule inkludiert werden. Mit den Vorteilen kleinerer Klassen.
rechts: CI N6 von Cochlear seit 3/2016,
reimplantiert 3/2019,
Entfernung des Implantates aufgrund eines großräumigen Cholesteatoms 12/2021
Reimplantation 3/2022, CI 622, N7 von Cochlear
links: HG Omnia 4 von Resound
cleo99
Beiträge: 81
Registriert: 27. Sep 2023, 10:37

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#5

Beitrag von cleo99 »

Ah, vielen Dank! Ja, sowas ist mir bekannt! 👍
Apfelschorle
Beiträge: 279
Registriert: 11. Jul 2022, 16:36
1

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#6

Beitrag von Apfelschorle »

Sowas hätte mich Wohl hätte man da schon gewusst das links taub ist ,gerettet....aber meine Mama dachte immer ich will links nichts hören...und schon garnicht wenn es ums Hausaufgaben machen oder aufräumen ging.....

Ich finde es toll das es sowas mittlerweile gibt.

Viel Erfolg:-).
T1001
Site Admin
Beiträge: 5
Registriert: 7. Feb 2024, 09:34

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#7

Beitrag von T1001 »

Meine Erfahrungen mit Schulen für hörgeschädigte

Meine schöne Schule stirbt aus wegen Inklusion. Ich möchte allen Eltern und Betroffenen gerne von meiner großartigen Schulzeit berichten. Ja, Schule kann auch schön sein und Spaß machen. Man muss eben auf die richtige Schule gehen. Bei mir war es BBZ-Stegen, eine Schule für Hörgeschädigte.

Mein Name ist Marlene, und ich bin von Geburt an hochgradigschwerhörig und trug immer Hörgeräte. Seit 2021 trage ich auf einem Ohr ein Ci. Ich ging nur auf Schulen für Hörgeschädigte. Im jungen Alter von 10 Jahren ging ich auf ein Internat, das BBZ-Stegen. Die Schule liegt im idyllischen Dorf Stegen in der Nähe von Freiburg und ist umgeben von Wald, kleinen Dörfern und einer guten Luft.

Meine Internatserfahrungen möchte ich in einem anderen Bericht verfassen, hierbei soll es nur um die Schule für Schwerhörige gehen:

• Es gibt kleine Klassen (max. 13 Kinder) &
• Höranlagen
• Gute Klangqualität im Klassenzimmer (Teppich, Schallschutzdecken)
• Gleichgesinnte
Man sitzt mit den Tischen wie ein Halbkreis vor der Tafel, so kann jeder Schüler jeden Klassenkameraden und die Tafel gut und bequem sehen. Blickkontakt und freies Mundbild sind für jeden eine Hilfe beim Hören. In der Schule bekommen jeder Schüler und jeder Lehrer ein Mikrofon, wodurch Hörgeschädigte sie besser verstehen können.

--> Die freundliche und verständnisvolle Atmosphäre lädt jedem ein, sich im Unterricht einzubringen, weil man alles versteht. Hören wird nicht anstrengend.

Ich bin inzwischen im 2. Jahr meines dualen Studiums und in den Semesterferien hält mein Arbeitgeber, das Vermessungsamt, Seminare ab. Die Seminare gehen meistens von 9:00 bis 16:00 Uhr, selbstverständlich mit Mittagspause und zwischendurch einer 15 min Kaffeepause. So gegen 15 Uhr haltet mein Gehirn ab und nach 16 Uhr brauche ich eine Hörpause. Für Hörgeschädigte ist Hören verdammt anstrengend, auch wenn ein Mikrofon verwendet wird. Was ich damit sagen möchte, ist dass die entspannte Umgebung der Schule und die wenigen Mitschüler sind eine großartige Hilfe.

--> Die Lehrer sind es gewohnt, mit hörgeschädigten Schülern zu arbeiten und deswegen sprechen diese auch langsam, deutlich und sind hilfsbereit.

In einer Schule für Schwerhörige tragen auch andere Mitschüler Hörgeräte, Cis oder andere Hörhilfen. Keiner wird des Hörens wegen ausgegrenzt. Im Gegenteil, man tauscht sich untereinander aus und sieht das andere auch schlecht hören. Man ist nicht sonderbar oder behindert im schlechten Sinne. Nein, man hört nur schlecht, und damit kann man umgehen lernen.

--> Man gewinnt Selbstvertrauen

In meiner Klasse war es normal, dass man nach Ci oder Hörgerätebatterien gefragt hat. Wir haben einfache Gebärdensprache in unseren Gesprächen verwendet (Gebärdenbeispiel: Was, Wo, Wer, Spaß, langweilig, Freude, …), um es den anderen das Hören zu erleichtern. Gebärden zu können war wie eine Geheimsprache zu erlernen, es hat Spaß gemacht. In Stegen verstanden viele, was die Gebärde bedeutet, aber außerhalb der Blase (BBZ-Stegen) verstand uns keiner mehr. Wir fühlten uns cool/ besonders, niemals verunsichert.


Wissensaustausch mit Gleichgesinnten:
Die Welt der Hörgeschädigten ist inzwischen groß. Es gibt viele verschiedene Hörgeräte- und Ci-Marken, Höranlagen und andere Hilfeleistungen, die man nach der Schule gebrauchen könnte. In einer Schule mit hörgeschädigten Kindern sehen diese die Hörhilfen der anderen. Hörgeräte/Cis haben verschiedene Farben und Formen. Im Unterricht werden Mikrofone verwendet und manchmal gibt es auch einen kleinen Ausflug, um andere Hilfsmittel kennenzulernen, wie zum Beispiel Schrift- oder Gebärdendolmetscher.

--> Die Schule bietet mögliche Einblicke, wie man nach der Schule Hilfe bekommen kann.


Kontakt mit Normalhörenden:
Damit man aber nicht komplett in einer Umgebung mit Gleichgesinnten (Hörgeschädigten) aufwächst, bietet die Schule Olympia-Spiele und Skilager an. Bei den Olympia-Spielen werden Wettkämpfe in Leichtathletik mit anderen Schulen ausgetragen.

Ich erkannte, dass ich schneller lief als Normalhörende und eine Mitstreiterin von mir war besser im 800 Meter Lauf als die anderen.
--> Erkenntnis: Hörgeschädigt zu sein, ist eine Beeinträchtigung im Hören, aber ansonsten ist man normal

Inzwischen werden auch vermehrt normalhörende Kinder auf die Schule gelassen, dadurch lernt jeder mit jedem umzugehen und der Fokus liegt auf den Hörgeschädigten.
--> Normalhörende nutzen die Chance, kleine Klassen zu besuchen. Gönnen Sie das auch Ihrem Kind. Es bedeutet weniger Stress für Ihr Kind.


BBZ-Stegen:
Die Schule bietet jede Schullaufbahn an und es gibt immer die Möglichkeit, nach einem Abschluss den nächsthöheren Abschluss zu absolvieren:
• Grundschule
• Förderschule
• Hauptschule
• Realschule
• Gymnasium

Nach meinem Realschulabschluss habe ich auf dem Gymnasium weitergemacht und erfolgreich mein Abitur 2021 bestanden.

Meine ehemalige Schule hat einen schönen Film über BBZ-Stegen erstellt („Das BBZ Stegen stellt sich vor“). Hier bekommt man eine sehr guten Eindruck über die großartige Schule:

https://kmz-freiburg.taskcards.app/#/bo ... a51e9/view

Falls der Link nicht funktioniert: Auf der Homepage rechts steht Kontakt und unten drunter „Weitere Einblicke“ dann auf „TaskCard“.

Kleine Bemerkung am Rande für Gehörlose: Die Gebärdensprache ist erlaubt und wird angewendet!


Wechseln zwischen den Schullaufbahnen:
Da das BBZ-Stegen jede Schullaufbahn ermöglicht, kann einfach zwischen diesen gewechselt werden. Das BBZ bietet die Möglichkeit, in der 7. Klasse von der Realschule auf das Gymnasium zu wechseln. Das habe ich gemacht und war völlig überfordert. Nach dem Halbjahreszeugnis war ich wieder in der Realschule in meiner alten Klasse. Das ging superleicht und war wenig aufwand.


Meine Ergebnisse nach dem Schulabgang:
--> Hörbeeinträchtigung wird im Laufe der Zeit als normal empfunden, ich spreche offen über meine Hörbehinderung und freue mich, wenn jemand Interesse über das Hören zeigt.

-->Ich kann andere Menschen ohne Scheu auf meine Behinderung aufmerksam machen und sie bitten lauter, deutlicher und/oder langsamer sprechen. Außerdem profitieren auch Normalhörende davon, denn es erleichtert ihnen ebenfalls das zu Hören.


Bitte keine Inklusion:
Bitte schicken Sie Ihr Kind nicht auf eine Regelschule mit Inklusion, sondern auf eine Schule, auf dessen Bedürfnisse es spezialisiert ist. Es geht um das Wohl Ihres Kindes und nicht um das Ihre. Bedenken Sie all die Vorteile, die eine für Hörgeschädigte Schule anbieten kann.


Dankeschön an meine Eltern, dass sie meine Behinderung akzeptiert und mir die bestmögliche Ausbildung ermöglicht haben. :sm(89):
Monosurround
Beiträge: 4
Registriert: 12. Feb 2024, 14:54

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#8

Beitrag von Monosurround »

Leider gab es diese Möglichkeiten zu meiner Schulzeit nicht. Ich hatte vor meiner einseitigen Taubheit schon Bildungslücken aufgrund fehlender frühkindlicher Förderung (nur ein Jahr im Kindergarten, keine Vorschule). In der zweiten Klasse verlor ich mein rechtes Gehör, was mir selbst und meinen Eltern nicht auffiel. Im weiteren Schulverlauf wurde darauf keine Rücksicht genommen. Ich saß in großen Klassen (35 Schüler) und meine Lücken wurden immer größer. Später kamen depressive Phasen dazu und mit 17 flog in gnadenlos von der Sek. 2. Das war vor 30 Jahren. Das wirkte sich negativ auf meinen Lebenslauf aus, da ich wegen dieser Lücke und wegen des fehlenden Abiturs bei Bewerbungen keine Chancen hatte und in den wenigen Gesprächen mir das negativ ausgelegt wurde.
Irgendwann habe ich das Abitur auf dem 2. Bildungsweg tagsüber in Vollzeit nachgeholt. Parallel zur einer Teilzeittätigkeit. Auch da gab es keine Unterstützung, da ich zu alt war. Meine vorherige Krankheitsgeschichte wurde nicht berücksichtigt. Ich hatte dennoch sehr gute Leistungen (oder gerade deshalb, weil ich aufgrund der negativen Erfahrungen höchst motiviert war und Höchstleistungen erbrachte - trotz der Doppelbelastung). Inklusion war auch an dieser Schule kein Thema. Meine Hörbehinderung hatte ich aufgrund der vorherigen Erfahrungen immer als meine Sache betrachtet. Bei den Leistungen fiel es auch nicht auf.
Für mich war die Möglichkeit des 2. Bildungswegs eine Offenbarung, und zwar so sehr, dass ich dorthin zurückwill.
Im Anschluss an das Abi habe ich mich deshalb für ein Lehramtsstudium entschieden. Leider gibt es keinen Studiengang "Abendschul/Kolleglehramt". Im Studium kam das Thema Inklusion trotz Plan überhaupt nicht vor. Ich saß oft vom Zuhören übermüdet in langen Vorlesungen und wusste nicht, warum das so war. Absurderweise sollte ich im Prüfungen von mir aus wissen, welche Nachteilsausgleiche man zu gewähren hat - ohne zu wissen, dass mir das selbst für das ganze Studium zugestanden hätte.
Erst durch die Maskenpflicht wurde mir bewusst, wie schwer das Problem ist, sodass ich auf eigene Recherche von diesen Möglichkeiten erfuhr. Das hatte meine Studiendauer massiv verlängert. Inzwischen bin ich fertig, weiß aber nicht, wie es nun weitergehen soll. Ich sehe mich nicht in der Lage, mit Kindern und mit großen Klassen zu arbeiten, zumal das in den Praktika ersichtlich wurde, was mich seit Jahren psychisch sehr belastet.
An meinem Wunsch, Lehrer auf dem 2. Bildungsweg zu werden, halte ich deshalb umso mehr fest.
Leider erhalte ich hier von Behörden keine Unterstützung und kein Verständnis. Ich müsste das Referendariat an einer Regelschule absolvieren, wozu ich mich überhaupt nicht in der Lage sehe. Auf mein Problem hierzu, als auch auf mein Lebensweg und der Motivation, genau dort als Vorbild für andere junge Erwachsene zurückzukehren, wird überhaupt nicht eingegangen; obwohl immer wieder von Inklusion und Lehrermangel und (fehlenden) Vorbildern gesprochen wird.

Welche Möglichkeiten gibt es denn nun? Wenn es heute diese Möglichkeiten für Schüler gibt, muss es doch auch Möglichkeiten für Lehrer geben.
Gruß
AlfredW
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Registriert: 14. Nov 2005, 23:39
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Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#9

Beitrag von AlfredW »

Monosurround hat geschrieben: 13. Feb 2024, 12:22 Leider gab es diese Möglichkeiten zu meiner Schulzeit nicht.

... und mit 17 flog in gnadenlos von der Sek. 2. Das war vor 30 Jahren.
...
Soweit ich weiß gibt es das BBZ Stegen schon länger als 30 Jahre (vielleicht nicht in der Form wie jetzt).

Aber ich hatte damals überlegt dorthin zu wechseln. Das ist ca. 40 Jahre her.

Gruß

Alfred
bds Innenohrschwerhörigkeit ca. 80 dzb
Phonak Audeo R P50 13T UP + TV-Link
Monosurround
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Registriert: 12. Feb 2024, 14:54

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#10

Beitrag von Monosurround »

Das mag sein. Aber meine Hörbehinderung wurde in der Schule und in der Familie NIE thematisiert oder berücksichtigt und auch sonst habe ich der Hinsicht keinerlei Unterstützung bekommen. Im Gegenteil. Wegen vieler gravierender familiärer Probleme
musste ich als Kind einen sozialen Abstieg miterleben (Scheidung, drohender Verlust der Wohnung aufgrund Schulden, Armut, Sozialamt, fehlende Perspektiven, Existenzängste), der mich psychisch dermaßen beeinträchtigte, dass ich massiv in der Schule abstürzte. Dass ich auch noch eine Hörbehinderung hatte, die mich in der Schule ohnehin benachteiligte, das fiel nicht weiter auf, bzw. ging komplett unter.

Ich hatte ja schon vor der Einschulung Defizite in meiner Entwicklung, alleine dadurch, dass ich nur ein Jahr im Kindergarten war und nicht die Vorschule besuchte.
Im Laufe der Zeit wurden die schulischen Lücken und der psychische Druck immer größer, sodass ich in der Sek II dermaßen abstürzte, dass ich noch nicht einmal die Klasse wiederholen durfte, sondern OHNE Vorwarnung rausflog. Ohne zu wissen, dass ich die Klasse auch nicht wiederholen durfte. Das war von der Schule äußerst unsozial. Für mich ein lebenslanges Trauma mit Folgen bis heute.
Als ob ich mit 17 nicht gestraft genug war, saß mir dann das Sozialamt im Nacken mit all den Schikanen, die man als junger Arbeitsloser nach Ablauf der Schulpflicht erlebte. Rücksicht auf meine Probleme? Keine. Mit 18 war ich dann in der absurden Situation, dass ICH in der "Bedarfsgemeinschaft" meine Familie mit unterstützen musste.

Wenn ich von "diesen Möglichkeiten" spreche, dann meine ich das fehlende Bewusstsein für Menschen mit Behinderungen.
Auch mir selber fehlte es, weil ich mein Hörproblem und die fehlende Unterstützung als "Normal" empfand.... und hauptsächlich damit beschäftigt war, mich selbst aus meiner sozialen Herkunft freizukämpfen (zu müssen). Daraus ist ein lebenslanger Kampf geworden.
Woher hätte ich als Kind und Jugendlicher von all den Möglichkeiten wissen sollen? Ich konnte mich ja noch nicht mal mit dem Wunsch nach besserer Bildung durchsetzen.
Das habe ich als Erwachsener nachgeholt und hatte auch da mit vielen Hürden zu kämpfen. Selbst im Studium wusste ich bis kurz vor Ende nicht, dass ich all die Jahre ein Anrecht auf einen Nachteilsausgleich für das ganze Studium gehabt hätte. Meine Depressionen wiegten schwerer als mein Hörproblem...
Nun bin ich mit 30-40 Jahren Verspätung als schwerbehindert anerkannt, hab viel Lebenszeit (und Geld) investiert um mich eigenständig freizukämpfen... ich weiß nun wo ich hinwill.. und wo ich NICHT hinwill.
Leider muss ich nun feststellen, dass ich auch da keine Unterstützung oder Verständnis erhalte und dies offenbar nicht honoriert wird... :-(

Gruß
Dani!
Beiträge: 3419
Registriert: 9. Mär 2012, 14:22
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Wohnort: Landkreis München

Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#11

Beitrag von Dani! »

Monosurround,
das mit deinem Lebensweg tut mir sehr leid für dich.
Tu dir aber bitte selbst einen Gefallen: Deine Hörbehinderung ist NICHT dafür verantwortlich. Mag sein, dass sie dein Leben nicht erleichtert hat, aber für die sonstigen Umstände können sie nichts dafür.
Vielleicht hätte dir ein Platz im BBZ Stegen oder ähnliches tatsächlich weiter geholfen. Das wissen wir heute aber nicht und ändern können wir es leider auch nicht mehr.
Dominik
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Vorsicht bissig.
muggel
Beiträge: 1477
Registriert: 19. Jun 2013, 13:34
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Re: Freie Schulplätze im BBZ Stegen

#12

Beitrag von muggel »

Welchen GdB hast du denn aufgrund der Hörschädigung?
An welche Stellen hast du dich bzgl Unterstützung gemeldet?
Wo genau meinst du, dass du Unterstützung benötigst und warum?
Auf mehrfachen Wunsch einer bestimmten Moderatorin hier die Warnung:
Achtung, auch gelegentlich bissig!
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