svenyeng hat geschrieben: ↑12. Dez 2022, 21:39
Für mich ist der Onlinehandel einfach keine Alternative. Der Akustiker vor Ort ist wichtig und immer der erste Ansprechpartner, wenn irgendwas ist. In den meisten Fällen kann er sofort helfen.
Und vor allem versorgt er seine Kunden auch mit einem Ersatz-HG, sollte das eigene mal eingeschickt werden müssen.
Hallo Sven,
bis auf den letzten Punkt stimme ich Dir zu
In den letzten 20 Jahren wurde praktisch jeder Markt komplett umgekrempelt.
Es fing an mit einem Versandhändler für Bücher, dem der Handel damals gar keine Chancen eingeräumt hat, es fehlte angeblich die Beratung und der persönliche Kontakt.
Das war auch das Argument des Einzelhandels, weshalb Onlinehandel generell nie funktionieren würde.
Und doch kam es ganz anders ...
Heute hat Amazon allgemein anerkannt den besten Kundenservice überhaupt, die Rückgabemodalitäten sind unerreicht kundenfreundlich.
Die Beratung holt sich der Kunde selbst, sei es in Foren, Blogs oder beim Onlinehändler selbst.
Bei Lebensmitteln klappt der Onlinehandel noch nicht flächendeckend und bei Hörgeräten fängt es ja gerade erst jetzt verzögert an, hauptsächlich wegen der gesetzlichen Vorgaben.
Keine Frage, die ältere Clientel, die mit technischen Kram eh auf Kriegsfuss steht, wird kein Hörgeräte Onlinekunde mehr werden.
Jeder, der eine elektronischen Alltagsgimmicks aber im Griff hat hingegen durchaus.
Der Trend geht ja auch immer mehr zu InEar Geräten mit
Akku und wenn bei denen ein Defekt vorliegt muss auch der lokale Händler einschicken, da gibt es keine Schläuche, Kabel,
Schirmchen oder Batterieklappen mehr zu reparieren.
Auch das Thema Ersatzgeräte bei Defekt wird der Onlinehandel in den Griff bekommen - oder hat es schon, es gibt Overnight Versandservices, das ist im Zweifelsfall schneller als zum Niedergelassenen zu fahren und zu hoffen, dass er das passende Ersatzgerät da hat.
Vor 3 Jahren waren Videokonferenzen und Remotearbeit noch ein exotisches Nischendasein, durch Corona ist das aber in der breiten Masse angekommen, wird akzeptiert und sogar favorisiert.
Selbst Ärzte machen schon Telesprechstunde.
Da wird auch das Ferneinstellen von Hörgeräten mit paralleler Videokonferenz keine wirkliche Hürde mehr darstellen, im Gegenteil wird der Nutzer schnell feststellen, dass es viel besser ist die Hörgeräte in genau der Situation einzustellen, in der sie Probleme machen, und nicht im sterilen Akustikraum.
Der Markt wird das schon regeln
Ich stehe gerade vor meiner Erstversorgung.
Also suchte ich mir in 20 Kilometer Umkreis die niedergelassenen Akustiker raus und lese deren Bewertungen bei Google und Trustpilot.
Das ist alles so durchwachsen, dass ich mich schon unsicher bis unwohl fühle.
Dann tauche ich hier ins Forum ein, lerne einige nette und wohl auch kompetente Akustiker kennen, lese aber auch von sehr vielen Erfahrungen mit schwarzen Schafen und Empfehlungen den Akustiker zu wechseln.
Deshalb sprang ich jetzt ins kalte Wasser, habe mich intensiv online informiert und online bestellt, ohne auch nur ein Gerät probegetragen zu haben.
Grüße Jochen