Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

Hier kann man sich vorstellen oder eigene Erlebnisse berichten
Peter P.
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Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#1

Beitrag von Peter P. »

Hallo und guten Abend in die Runde,
jetzt hab auch ich den Weg hierher gefunden und denke hier genügend Leidensgenossen zu finden.
Aber zunächst zu mir...
Ich heiße Peter, bin 64 Jahre alt und habe in meiner jugendlichen Dummheit nie Hörschutz im Lärmbereich getragen. (Schwerhörigkeit? Kann mich ja nicht treffen ;) ) Folglich holt einen das Unterlassene eines Tages ein. So bin ich nun hier und hoffe auf einen guten und informativen Austausch.

VG Peter
KatjaR
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13

Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#2

Beitrag von KatjaR »

Hallo Peter,
willkommen im Schlappohrenonlinetreff.
Magst du ein bißchen mehr von dir erzählen, wie stark du hörgeschädigt bist und ob, ggf wie du versorgt bist?
LG Katja
Langjährige CI-Trägerin (AB) Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.
(Rainer Maria Rilke)
Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#3

Beitrag von Peter P. »

Hallo Katja, DANKE für das Willkommen heißen! :yes:
Vor sechs Jahren hatte ich schon einmal CIC's von Audio Service Typ Icon 8G4-50 beidseitig bekommen. Trotz vieler Akustikerbesuche habe ich nie so richtig etwas aus den Dingern heraus bekommen. Gerade weil ich noch gelegentlich hinter dem Mischpult sitze, sollte ich Störgeräusche wahrnehmen können. Leider höre ich das trotz der Geräte nicht mehr und die Musiker kommen zu mir und fragen, "hörst Du das nicht?". Nein, leider nicht, obwohl ich ein extra Setting dafür bekommen habe. Dazu kommt noch, dass bei einer gewissen Lautstärke die Geräte zum Ohrstöpsel werden, alles ziemlich kontraproduktiv. Ein weiteres Ärgernis ist auch, dass die App nicht ordentlich funktioniert. Die Regelungen funktioniert mal auf der einen, mal auf der anderen Seite, dann geht die Klangbalance garnicht, oder nur auf einer Seite. Ich habe deinstalliert und neu installiert. Es hilft nichts. Nun liegen ca. 4000€ in der Ecke und bevor ich blind einem Akustiker vertraue, möchte ich vorab eure Erfahrungen erlesen.
Ich möchte schon bei den CIC oder IIC bleiben, da mein Haarschopf recht kurz ist. Meine Schwerhörigkeit, gepaart mit beidseitigem Tinnitus, liegt im mittelschweren Bereich. Werte kann ich leider nicht zur Verfügung stellen. Aber die HNO-Ärztin meinte, "Sie hören aber wirklich schlecht". Wie man das auch immer deuten mag.
Ich wollte zunächst nur hier lesen, um festzustellen, mit welchen Geräten gute, oder weniger gute Erfahrungen gemacht wurden.
Bei Fragen, fragen!

VG Peter
servus
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#4

Beitrag von servus »

Hallo Peter,

Willkommen in die Runde! Vielleicht musst du ja doch in den sauren Apfel beißen und HdO HGs in Erwägung ziehen. Im Forum gibt es jede Menge Infos über verschiedene Ausführungen.
Servus
Rancher
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#5

Beitrag von Rancher »

Such hier im Forum auch die Diskussionen der Musiker.
Im-Ohr-Geräte haben aufgrund ihrer kleinen Bauweise aktuell noch nicht die Leistung von Hds.
Was hindert Dich daran, zu einem Akustiker zu gehen, ihm Deine Wünsche zu schildern und zu testen?
125-250-500-1k-1,5k-2k-3k-4k-6k-8k-10k
R 50- 50- 50- 45- 45-40-45-55-60-60-60
L 70- 70- 70- 65- 65-65-65-65-60-60-60
Beidseitig Phonak Audéo Lumity 90-R
Ohrenklempner
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#6

Beitrag von Ohrenklempner »

Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern an. Ein kurzer Haarschopf ist bei Geräten hinter dem Ohr nicht nachteilig, eher im Gegenteil.

Zu der Fernsteuerung kann ich sagen, dass die App nicht Schuld daran ist. Die App arbeitet mit akustischen Signalen, die vom Hörgerät "gehört" und umgesetzt werden. Wenn die Veränderung nur auf einer Seite stattgefunden hat, dann lag es daran, dass das andere Ohr dein Handy nicht gehört hat (zu leise eingestellt?) und dass die Icon G4 in deiner Variante entweder keine binaurale Synchronisation hatten oder die Wireless-Spule defekt war.

Und noch eine kleine Anmerkung: Die persönlichen, individuellen Erfahrungen verschiedener Nutzer(innen) mit bestimmten Hörgeräten sind in der Regel nicht auf andere Menschen übertragbar. Jeder hört anders, hat andere Wünsche, eigene Klangempfindungen und so weiter. Ich kann heute jemandem ein Hörgerät anpassen, der damit prima zurecht kommt und total zufrieden ist, und morgen kommt jemand anderes mit dem gleichen Hörverlust, der findet das gleiche Hörgerät aber schrecklich. ;)
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 🤓

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Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#7

Beitrag von Peter P. »

Erst einmal vielen Dank für eure Beiträge, Klasse! :prayer:
@Rancher
Danke für den Tip mit den Musikern! In 2019 bin ich erstmalig bei einem Akustiker gewesen und ihm meine Vorstellungen/Wünsche mitgeteilt. Er meinte sofort, dass es einen Hersteller ganz in der Nähe gibt, der tolle Geräte baut. Zum Testen habe ich keines bekommen und hatte somit auch keine Vergleiche. Ich bin, wie wahrscheinlich viele andere, ebenfalls blind in das Thema gestellt worden und hatte keine Ahnung, ob man Testgeräte erhalten kann, oder nicht.
@Ohrenklempner
Das die Fernsteuerung mit akustischen Signalen arbeitet ist mir bekannt und die Lautstärke war hoch genug eingestellt. Wie gesagt, manchmal ging es, dann wieder nicht, dann nur einseitig usw. Aber was ist eine binaurale Synchronisation?
Nach dem vielen Lesen gestern habe ich das auch erst erfahren, dass das Hörempfinden sehr individuell ist.
Irgendwie streube ich mich vor dem HdO's, meine blöde Eitelkeit spielt mir einen Streich :silent:

Ach ja, kann man auch CIC oder IIC Geräte zum Testen bekommen?

Am 16.12. werde ich einen Hörtest haben, um eine neue Verordnung zu bekommen. Mal schauen, was dabei heraus kommt.

VG Peter
Ohrenklempner
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#8

Beitrag von Ohrenklempner »

Peter P. hat geschrieben: 3. Dez 2025, 17:23 Aber was ist eine binaurale Synchronisation?
Das ist, wenn auf einer Seite was gestellt wird und die andere Seite sich automatisch mit verstellt. Bei der App-Fernsteuerung wäre es so gewesen, dass die eine Seite auf die Lautstärkestellung reagiert, und wenn die andere Seite nicht auf die Fernbedienung reagiert, dann bekommt sie vom anderen Hörgerät den Befehl, sich entsprechend einzustellen.

Peter P. hat geschrieben: 3. Dez 2025, 17:23Ach ja, kann man auch CIC oder IIC Geräte zum Testen bekommen?

Am 16.12. werde ich einen Hörtest haben, um eine neue Verordnung zu bekommen. Mal schauen, was dabei heraus kommt.
In der Regel kann man auch maßgefertigte Im-Ohr-Geräte testen. Hast du doch damals auch gemacht, oder?

Eine neue Verordnung bräuchtest du nur, wenn die sechs Jahre noch nicht rum sind. ;)
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Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#9

Beitrag von Peter P. »

Hallo Ohrenklempner,
das für Deine Antwort. Sechs Jahre sind um, sollte aber trotzdem zum HNO einen speziellen Hörtest machen. Und nein, Hörgeräte hatte ich NICHT zum testen bekommen. Es wurden gleich diese bestellt und eingestellt. Einen Vergleich konnte ich desdhalb nicht ziehen.

VG Peter
Ohrenklempner
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#10

Beitrag von Ohrenklempner »

Peter P. hat geschrieben: 4. Dez 2025, 16:38 Es wurden gleich diese bestellt und eingestellt. Einen Vergleich konnte ich desdhalb nicht ziehen.
Uh, das ist natürlich nicht gerade die feine Art. Es sei denn, du warst gleich bei der Anpassung so begeistert, dass du sofort gekauft hast.
Aber Schwamm drüber, dieses Mal läuft es sicher besser für dich.

Spezielle Tests beim HNO sind natürlich nie verkehrt. Es gibt Sachen, die kann man nur selten beim Akustiker machen, zum Beispiel ein Tympanogramm oder eine Stapediusreflexmessung. Die Verordnung für Hörgeräte ist dann aber dennoch überflüssig, es sei denn, du hast eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit ("WHO4": durchschnittlicher Ton-Hörverlust bei 500, 1k, 2k und 4kHz über 80 dB auf beiden Ohren).
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Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#11

Beitrag von Peter P. »

Klar ist man bei dem ersten Test darüber erstaunt, was alles zu hören ist. Das sagt aber nichts darüber aus, ob es das richtige Gerät für mich ist. Das bekommt man nur über Vergleiche raus. Ja, diesesmal wird es anders laufen. Alleine schon, weil der Akustiker seinen Laden an Geers verkauft hat...und da möchte ich nicht unbedingt hin. Da fühle ich mich bei einem Inhabergeführten Betrieb besser aufgehoben. Ganz in der Nähe meines Wohnortes ist ein solcher Laden, in dem der Akustiker selbst Hörgeräte nutzt. Er wird also die Probleme selbst nur zu gut kennen.
Wenn ich das Diagramm der Hörkurve habe, lade ich sie hoch. Hörtest ist am 16.12.

Vielen Dank für die hilfreichen Tipps und Ratschläge.

VG Peter
Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#12

Beitrag von Peter P. »

Nabend zusammen,
heute war ich beim HNO zum Hörtest.
Das Audiogramm habe ich mal eingefügt. Eine Bitte habe ich an diejenigen die es "lesen" können, es in verständlicher Sprache zu deuten, damit ich mit dem Wissen zum Akustiker gehen kann. Ach ja, es gesellt sich noch ein beidseitiger Tinnitus dazu, den ich schon über zehn Jahre versuche zu ignorieren.
Hörtest_PP_2.jpg
Vielen Dank schon jetzt für eure Mühen!

VG Peter
Hups
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#13

Beitrag von Hups »

Hallo Peter,

ich gehöre hier zu der Musikerfraktion, die sich mit Genuss über die Jahre die hohen Töne auf der Bühne zerschossen hat. Ich muss dir ganz ehrlich sagen, pack' die Eitelkeit weg. Wen willst du beeindrucken? Die, die dich ohne HdOs toll fanden, werden dich auch weiterhin toll finden. Die, die dich ohne HdOs doof fanden, werden dich weiterhin doof finden. Und neue Bekanntschaften werden eine ganze Weile brauchen, um es überhaupt zu bemerken.

Ich bin auf der Bühne mit HdOs (monitoring old school über floors....) und es funktioniert ziemlich gut. Klavier ist voll da und singen geht mit Hörgeräten deutlich besser als ohne, weil ich die eigene Stimme besser höre. Im Proberaum geht auch das Mischen deutlich besser, wenn man die hohen Töne wieder wahrnimmt ;-)

Ich bin mit Widex Geräten versorgt, die ein extra Programm mit extrem kurzen Latenzzeiten zur Verfügung stellen, sodass die Musikanteile, die auf natürlichem Weg ins Ohr kommen und die Musikanteile, die vom Hörgerät verstärkt werden, praktisch gleichzeitig auf dem Trommelfell auftreffen. Das macht sich im Klang definitiv bemerkbar. Ist wohl mit ein Grund, warum viele Musiker diese Marke wählen.

Deshalb - unbedingt verschiedene Marken ausprobieren! Und verschiedene "Technikstufen". Gönne dir und deinen Ohren Zeit und beschäftige dich mit ihnen. Ich finde, für schnelle Lösungen sollte man sich zu schade sein ;-)

Liebe Grüße
Hubert
leichte Hochtonmacke, gelöst mit Widex Moment 330
125 - 250 - 500 - 1k - 2k - 3k - 4k - 8k
R: 10 - 15 - 15 - 20 - 20 - 40 - 70 - 60
L: 5 - 10 - 10 - 10 - 30 - 60 - 70 - 50
Ohrenklempner
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#14

Beitrag von Ohrenklempner »

Peter P. hat geschrieben: 16. Dez 2025, 18:15 Nabend zusammen,
heute war ich beim HNO zum Hörtest.
Das Audiogramm habe ich mal eingefügt.
[...]
Hello!

Ich glaube, von den versprochenen "speziellen Messungen" beim HNO habe ich tatsächlich zu viel erwartet. Da ist nichts dabei, was der Akustiker nicht auch befunden könnte; im Gegenteil: Insbesondere der dBopt (Pegel des bestmöglichen Sprachverstehens) wäre eine interessante Größe, sowie die Unbehaglichkeitsgrenze. Leider wurde Sprache (Einsilber) nur bis 75 dB gemessen. Die Standardmessungen beim Akustiker umfassen zusätzlich die Unbehaglichkeitsschwellen für Töne und Sprache und die Verstehensquoten bei 65, 80 und 95 dB.

Oben im Bild sind die Tonaudiogramme für rechts und links, unten die Sprachaudiogramme.

Laut dem Tonaudiogramm liegt bei dir eine Presbyakusis ("Altersschwerhörigkeit") vor. Die tiefen Töne sind gut und die höheren Töne werden schlechter.
Die Kreise (rechts) und Kreuze (links) im Diagramm oben zeigen deine über Kopfhörer gemessene Hörschwelle in dB in Abhängigkeit von der Tonfrequenz. Man nennt das auch die Luftleitungs-Hörschwelle, weil die Signale über den Luftschall präsentiert wurden.

Die fast obenauf liegende Kurve mit den Pfeilen < und > sind die Knochenleitungs-Hörschwelle, die mit dem schwingenden Knubbel hinter dem Ohr gemessen wurden. Diese Kurve misst die Hörschwelle direkt im Innenohr, umgeht damit das Mittelohr (Trommelfell, Gehörknöchelchen). Liegen beide Kurven wie bei dir deckungsgleich, handelt es sich um eine reine Schallempfindungsschwerhörigkeit ohne Beteiligung des Mittelohrs. Das Gegenstück dazu wäre die Schallleitungsschwerhörigkeit. Vom Schweregrad würde ich es als mittelgradig bezeichnen.

Im Sprachaudiogramm wurden die Verstehensquoten für Mehrsilber (Zahlwörter, X) und einsilbige Wörter (O) bei verschiedenen Pegeln gemessen. Zahlwörter hast du beispielsweise zu 40% bei 50 dB auf dem rechten Ohr verstanden. Einsilbige Wörter 75% bei 75 dB. Außer "es wird besser, wenn man lauter macht" kann man aber nichts weiter ablesen. Wie oben schon erwähnt, wäre noch mindestens eine weitere Messreihe pro Ohr interessant, um die maximale Verstehquote und den Diskriminationsverlust zu ermitteln.

Das Audiogramm wird normalerweise beim Akustiker ebenso gemessen und auch erklärt. Aber so hast du schonmal einen kleinen Vorsprung. ;)
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Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#15

Beitrag von Peter P. »

Hallo zusammen
vielen Dank für eure Ausführungen. :yes: Ja, diesesmal werde ich mir mehr Zeit gönnen und mehrere Geräte testen. Ich bin offen und freue mich schon auf die passenden Lauscher. Am 23.12. habe ich meinen ersten Termin beim Akustiker. Am Telefon hörte dr sich schon mal sehr sympatisch an. Wenn er fachlich auch so ist wird es klappen.
Ich werde weiter berichten.

VG Peter undschon jetzt ein ruhigrs Weihnachtsfest
Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#16

Beitrag von Peter P. »

Ein kleines Update...
heute morgen war ich beim Akustiker. Zunächst wurde nur darüber gesprochen, welche Ansprüche man an einem Hörgerät und das eigentliche Hören hat.
Zum Hörgerät selbst habe ich die Vorstellungen, bzw. Ansprüche:
Es sollte bestenfalls ein IIC oder ein CIC Gerät werden. Bluetooth, Akkufähigkeit usw. benötige ich nicht. (Hersteller wird sich am Ende zeigen)

Zur Vorgehnsweise möchte ich mit der niedrigsten Technikstufe beginnen, da ich noch den Anspruch an mich habe, wieder selbst das Hörende selektieren zu können, ohne viel Filtertechnologie nutzen zu müssen. (Upgraden kann nach Misserfolg immer noch durchgeführt werden) Mir ist allerdings auch bewusst, dass mit niedriger Technikstufe die Frequenzbereiche nur grober eingestellt werden können. Solange ein hörbarer Unterschied wahrnehmbar ist, würde ich auch mehr Geld in die Hand nehmen. Der Preis spielt natürlich auch eine (untergeordnete) Rolle.
Als Zielsetzung möchte ich gerne, mit der möglichst niedrigsten Technikstufe ein Hören zu erlangen, dass ich in den meisten Lebenssituationen wieder "mitreden" und verstehen kann.

Nachdem alles festgehalten wurde sind die Hörtests durchgeführt worden. Diese wichen von dem Hörtest des HNO etwas ab. (Tagesformabhängig?)
Als "Erstgerät" wurde mir das "Echo One" empfohlen, um erst einaml eine Grundlage zu bekommen. Da die tiefen Frequenzen noch gut zu hören sind, haben wir dazu ein "offenes" Schirmchen angedacht. Das hat die Vorteile, dass das Ohr wenigstens etwas belüftet wird, und die Frequenzen, die das Ohr selbst noch gut hört, durchgelassen werden und somit nicht vom Hörgerät übertragen werden müssen. (so die Theorie)
Am 06.01. kann ich dieses in möglichst vielen Situationen für eine Woche testen.

Gibt es bei den Geräten etwas besonderes, worauf man achten sollte?

Falls ich mit meinen Vorstellungen, oder mit dem Geschriebenen falsch liege, bitte ich um Korrektur von den Fachleuten hier! Danke schon jetzt dafür.

Vielen Dank euch allen!!
Nun wünsche ich euch ein schönes Weihnachtsfest.

VG Peter
Ohrenklempner
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#17

Beitrag von Ohrenklempner »

Bei Echo gibt's doch nur zwei Hörgeräte, dachte ich. Ein Instant-Fit CIC (baugleich mit Signia Silk 1X) und ein RIC (sieht aus wie ein Resound Savi). Oder steh ich da gerade auf dem Schlauch?
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Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#18

Beitrag von Peter P. »

Hm, das wurde mir als Muster vorgelegt und zum Testen bestellt. Eins in rot und eins in blau.
Echo one.JPG
VG Peter
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#19

Beitrag von Ohrenklempner »

Ja, weil du sagtest, eventuell noch eine höhere Technikstufe? Ich komm nicht ganz hinterher. Hat Echo auch einen richtigen Laden? Die kommen doch aus der Schweiz.
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 🤓

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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#20

Beitrag von Peter P. »

Ich möchte mit der niedrigsten Technikstufe beginnen. Solange ich eine hörbare Verbesserung merke, bin ich auch bereit mehr Geld für eine höhere Technikstufe in die Hand zu nehmen. Mal schauen, bei welchem Hersteller und Technikstufe ich lande.
Ich hab keine Ahnung, ob die aus der Schweiz kommen. Bin in einem Inhaber geführten Hörgeräte-Akustiker Laden in der Nähe. :crazy:
Peter P.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#21

Beitrag von Peter P. »

Hallo in die Runde,
das nächste Update....
Am Dienstag war ich beim Akustiker und es gab die ersten Geräte zum Test. Es sind NICHT die Echo One geworden, wie ich oben geschrieben habe, sondern von Audio Service die "quiX 4 G6" mit der niedrigsten Technikstufe. Sie sind nicht im Hörgang zu spüren und somit ein top angenehmes Tragegefühl! Leider kann ich es zur Zeit nur links tragen, da rechts noch die Nachwirkungen eines Paukenerguss sind und der Gehörgang noch angeschwollen und gerötet ist.
Sehr schade denn, was ich auf der linken Seite schon jetzt höre erfeut mich wirklich sehr!! :prayer: Das Ergebnis hätte ich bei der ersten Einstellung nicht erwartet. Es sind die kleinsten Schirmchen drauf, die noch "offen" sind und somit höre ich die Umgebung und bekomme die nicht mehr wahrnehmbaren Frequenzen über das Hörgerät dazu präsentiert. Die Theorie ist also aufgegangen und ich kann es kaum abwarten, bis das rechte Ohr sich erholt hat. Vier "Programme" habe ich aufgespielt bekommen. Musik hören ist schon jetzt, mit nur einem Gerät, ein Hochgenuss. :sm(4):
1. Universell
2. Musik
3. Störschall/Party
4. Outdoor/Verkehr
Was bislang noch nicht richtig funktioniert ist die Steuerung per App (nicht über Bluetooth). Hier vermute ich leider mein Handy, da Veränderungen oftmals zeitverzögert übertragen werden. Ich werde die App mal auf das Handy meiner Frau aufspielen, um festzustellen, ob es an meinem Handy liegt. Des Weiteren entstehen kurze Resonanzen bei der Bedienung der PC-Tastatur am Arbeitsplatz. Die Tastatur klappert scheußlich und die Frequenzen provozieren Resonanzen im 1,5-2 khz Bereich. Ich denke, dass lässt sich noch etas unterdrücken. Nächste Woche ist der nächste Termin, um weitere Einstellungen zu optimieren.
Aber nun noch einmal zu meinem rechten Ohr mit dem Paukenerguss. Ich dokter schon seit ca. 4 Wochen mit rum. Die HNO-Ärztin hat Nasentropfen und ACC600 verschrieben. Das ACC soll die Flüssigkeitsansammlung mehr verflüssigen. Es war zwischenzeitlich mal fast verschwunden, aber nun wieder so, als ob das rechte Ohr unter Wasser ist.
Hat jemand gute Erfahrungen machen können, wie man das los wird? Hier wäre ich für jeden Tipp sehr dankbar.
Ich halte euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße und ein FETTES Dankeschön für alle hilfreichen Beiträge!!
Peter
Ohrenklempner
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#22

Beitrag von Ohrenklempner »

Hey Peter,

ja, jetzt wird ein Schuh draus mit den Hörgeräten. Echo One aus dem Onlinegeschäft sind tatsächlich identisch mit den quiX 4 G6 bzw. mit Signia Silk X. Weiß der Geier, warum dir die Geräte als "Echo One" angeboten wurden. Ich sage meinen Kunden ja auch nicht, dass ich das KINDvaro habe und hänge ihnen dann mein (baugleiches) Genesis ans Ohr. :mrgreen:

Die Geräte sind vom Konzept wirklich klein und niedlich und lassen sich gut tragen, wenn der Gehörgang es zulässt. Allerdings ist diese Generation Geräte recht anfällig für Defekte, insbesondere am Mikrofon. Das solltest du einkalkulieren, sowohl vom Pflegeaufwand her als auch von eventuellem Frust oder Kosten für Reparaturen. Robuster sind die neueren Generationen mit Akku, d.h. das IF CIC Li 8 (Audioservice) oder Silk Charge&Go IX (Signia), allerdings auch teurer in der Anschaffung.

Die App arbeitet mit akustischen Steuersignalen und ist deshalb träge. Du tippst auf einen Button -> der Handylautsprecher zwitschert -> das Hörgerät "hört" den Befehl, setzt ihn um und synchronisiert sich mit der Gegenseite. Wenn du jüngere Leute in deinem Umfeld hast (U30), zeige ihnen mal die App. Die hören die Töne (noch) und können bestätigen, dass da etwa eine dreiviertel Sekunde vergeht, bis die App fertig gezwitschert hat. ;)

Gegen den Paukenerguss sind ACC (schleimverflüssigend) und Nasentropfen (ohrtrompetenabschwellend) sinnvoll. Ergänzend würde ich noch einen Nasenballon ("Otovent") anwenden. Gibt's in der Apotheke, kostet nicht viel. Mehrmals täglich aufpusten, dadurch wird die Ohrtrompete zwangsgeöffnet, die Nasentropfen können gezielter wirken und Sekret fließt besser ab.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#23

Beitrag von Peter P. »

Hey Ohrenklempner,
vielen Dank für die Hinweise!
Ich habe keine Ahnung, warum mir die als Echo One angeboten wurden...sei's drum. :roll:
Vielen Dank für den Hinweis der Anfälligkeit! Ich wollte bewusst keine Akkugeräte nehmen. Zum Einen, wenn sie leer sind, müssen sie erst geladen werden und ich während dessen schlecht hören muss und zum Anderen altern die Akkus auch über die Jahre und wenn das vor den 6 Jahren passiert, stehe ich da mit meinem kurzen Hemd. :-? Das waren die Beweggründe zur Favorisierung der Batterieversion. Ist eine solche Reparatur der Mikrofone möglich und wie teuer wäre sie? Und was ist neben dem Mikrofon noch anfällig? Und wie hoch wären dann dazu die Reparaturkosten, wenn man das überhaupt reparieren kann.

Bezüglich der App...es ist mir bekannt, dass akustische Signale vom Handy gesendet werden. Aber die Reaktion der Hörgeräte darauf dauert teilweise eine halbe Minute. Daher habe ich schon mein Handy selbst in Verdacht. Am Wochenende möchte ich das mit dem Handy meiner Frau testen. Mal sehen, was dabei herum kommt.
Ich werde weiter berichten und danke für eure Antworten!! :cheers:

VG Peter
Ohrenklempner
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#24

Beitrag von Ohrenklempner »

Peter P. hat geschrieben: 9. Jan 2026, 14:59 Vielen Dank für den Hinweis der Anfälligkeit! Ich wollte bewusst keine Akkugeräte nehmen. Zum Einen, wenn sie leer sind, müssen sie erst geladen werden und ich während dessen schlecht hören muss und zum Anderen altern die Akkus auch über die Jahre und wenn das vor den 6 Jahren passiert, stehe ich da mit meinem kurzen Hemd. :-?
Nein, also erstens lädst du ja die Geräte, während du schläfst (im Idealfall). Du hast also morgens einen vollen Hörgeräteakku. Die IF CIC Li bzw. Silk Charge&Go halten im Neuzustand 27 Stunden und auch nach ein paar Jahren kannst du davon ausgehen, dass du noch über einen Tag kommst. Ist der Akku runter, wird das Gerät "repariert". Bei dem Batteriegerät musst du aber auch mit Reparaturen rechnen -- erfahrungsgemäß sogar noch 1x mehr. Die Reparaturkosten variieren je nach Hersteller und Hörgerät und liegen im Bereich 100-250 Euro.
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Re: Vorstellung eines Neuen aus dem Kreis Herford

#25

Beitrag von Peter P. »

Haben die Akkugeräte dann auch automatisch bluetooth? Kannst Du grob sagen wie hoch die Preisdifferenz ist? Die ich jetzt teste müsste ich eine Zuzahlung von ca. 300 Euro pro Seite rechnen.
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